DIE GESCHICHTE

Gründung und frühe Jahre 1960-1971

Nachdem sich der amerikanische Unternehmer Billy Sullivan um eine Lizenz für ein Team in der American Football League (AFL) beworben hatte, bekam er die achte und letzte Lizenz am 16. November 1959 zugesprochen. Im folgenden Winter wurden die Bewohner von Sullivans Heimatstadt Boston, die er als Standort der Mannschaft vorgesehen hatte, aufgefordert, Namensvorschläge einzusenden. Der Besitzer wählte den damals populärsten Namen, „Boston Patriots“, aus. Kurz darauf veröffentlichte Phil Bissel ein Logo für die Mannschaft, den „Pat Patriot“. Anfangs war es für die Patriots schwierig, ein geeignetes Stadion zu finden. Sie wechselten in zehn Jahren insgesamt viermal den Spielort.

Am 9. September 1960 fand das erste Spiel der Boston Patriots in der American Football League gegen die Denver Broncos statt. Obwohl die Patriots insgesamt nur zweimal die AFL-Play-offs erreichten, fielen einige Spieler durch sehr gute Leistungen auf. 1963 erreichten die Patriots das Finalspiel der AFL, das AFL Championship Game, welches sie mit 51:10 gegen die San Diego Chargers verloren. Dennoch konnten sie in diesem Jahr insgesamt elf Spieler, darunter Gino Cappelletti, Nick Buoniconti und Babe Parilli, zum All-Star-Game entsenden.

Im Jahr 1967 lief der Fullback Jim Nance mit 1.458 Yards einen damaligen Ligarekord. Ein Jahr später erreichte er 1.216 Yards und wurde Most Valuable Player (MVP, wertvollster Spieler) der AFL.

1970 wechselten die Patriots in die National Football League (NFL), zu der sich die AFL und die konkurrierende NFL zusammengeschlossen hatten. Obwohl sie den NFL MVP, Quarterback Joe Kapp, von den Minnesota Vikings verpflichtet hatten, war die erste Saison in der NFL für die Patriots sehr schwierig und mit zwei Siegen bei zwölf Niederlagen wenig erfolgreich.

Nachdem die Patriots elf Jahre zwischen diversen Stadien gewechselt hatten, zogen sie nach Foxborough (auch bekannt als Foxboro) in das Schaefer Stadium, das für 7,1 Millionen US-Dollar in 325 Tagen errichtet worden war. Es war eines der ersten Stadien im Land, das nach dem Sponsor benannt wurde, nachdem die Brauerei Schaefer Brewing Company für 150.000 US-Dollar die Namensrechte am Stadion erworben hatte. Außerdem war Foxborough eine der ersten Städte, die zusätzliche Steuern auf jedes verkaufte Ticket erhoben. Im März 1971 wurde die Mannschaft aufgrund des Standortwechsels in New England Patriots umbenannt.

Beim NFL Draft, der jährlichen Auswahl neuer College-Spieler, im Jahr 1971 wählten die Patriots Jim Plunkett, der die Heisman Trophy gewonnen hatte, da sie als letztplatziertes Team der vorangehenden Saison das Erstzugriffsrecht im Draft hatten. Zusätzlich verpflichteten sie den Free Agent Randy Vataha, der auf der Stanford University einer der Lieblingswide-Receiver Plunketts war. Das erste Spiel im neugebauten Stadion war ein Preseason-Spiel gegen die New York Giants am 15. August 1971.

Die Fairbanks-Ära 1972-1979

Auch nach dem Stadionwechsel hatten die Patriots zunächst Schwierigkeiten, was zum Teil am dreimaligen Wechsel des Cheftrainers in den ersten vier Jahren nach der Ligafusion lag. Aussichten auf eine Verbesserung der Situation ergaben sich 1973 im Entry Draft mit der Verpflichtung des Offensive Guard John Hannah, der in den nächsten zwölf Jahren ein wichtiger Pfeiler des Angriffspiels und später als erster Spieler der Patriots in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen wurde. Weitere Unterstützung für die Angriffsmannschaft bekamen die Patriots mit dem Runningback und Wide Receiver Darryl Stingley, der bis heute den Patriots-Rekord für die meisten gelaufenen Yards insgesamt hält.

1973 nahm das Team Chuck Fairbanks unter Vertrag, der zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich als Cheftrainer an der University of Oklahoma bekannt und erfolgreich war. Schon in seinem ersten Jahr beim Team war ein Aufschwung ersichtlich – die Patriots beendeten die Saison mit einer Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen. Aufgrund einer Verletzung Jim Plunketts konnten die Patriots diese Leistung im Jahr 1975 jedoch nicht erreichen; sie verloren elf Spiele bei nur drei Siegen. Nach der Saison wurde Plunkett an die San Francisco 49ers verkauft, im Gegenzug konnten die Patriots mehr Spieler beim nächsten Draft auswählen. Dies nutzten die Patriots, um die Defensive Backs Mike Haynes und Tim Fox zu verpflichten. Steve Grogan, der erst das zweite Jahr bei den Patriots war, übernahm 1976 Plunketts Rolle als Starting-Quarterback, nachdem er schon ein Jahr zuvor wegen Plunketts Verletzung häufiger gespielt hatte. Die Patriots beendeten die Saison mit elf Siegen bei drei Niederlagen. Sie erreichten damit ihr bisher bestes Saisonergebnis und konnten sich daher das erste Mal seit 13 Jahren wieder für die Postseason qualifizieren.

Der erste Gegner in den Play-offs waren die Oakland Raiders, die die Saison mit 13 Siegen und einer Niederlage gegen die Patriots beendet hatten. Die Raiders gewannen jedoch das Play-off-Spiel mit 24:21, der Ausgang des Spiels war umstritten. Im letzten Viertel kam es beim Stand von 21:17 für die Patriots zu einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Ben Dreith, die den Raiders einen Touchdown ermöglichte und damit zum Endergebnis führte. Aufgrund der Kontroverse um diese Entscheidung verbot die NFL Ben Dreith, jemals wieder bei einem Spiel der Patriots als Schiedsrichter zu fungieren. In der folgenden Saison verfehlten die Patriots mit neun Siegen und fünf Niederlagen das Erreichen der Play-offs.

In der Preseason 1978 spielten die Patriots wieder gegen die Raiders. Bei diesem Spiel erlitt Darryl Stingley eine Lähmung, hervorgerufen durch einen illegalen Tackle Jack Tatums, der dafür allerdings keine Strafe bekam. Trotz dieses schwerwiegenden Verlusts schafften es die Patriots mit elf Siegen und fünf Niederlagen das erste Mal seit der Fusion der AFL und NFL, Sieger ihrer Division zu werden. Nur wenige Stunden vor dem letzten Spiel der Saison gab Chuck Fairbanks zur großen Überraschung vieler Fans und Spieler bekannt, dass er Cheftrainer an der University of Colorado werden würde.[22] Sofort wurde Fairbanks vom Besitzer Billy Sullivan entlassen und durch Ron Erhardt ersetzt, der maßgeblich für die heutige Strategie und Taktik der Patriots verantwortlich ist. Die Patriots verloren jedoch das erste Play-off-Spiel gegen die Houston Oilers und damit auch das erste Play-off-Spiel im Schaefer Stadion.

Sportlich schwere Jahre 1980-1984

In den folgenden beiden Jahren brachen die Patriots jeweils am Saisonende leistungsmäßig ein, was ihnen den Weg in die Play-offs verwehrte. 1979 hatten die Patriots nach den ersten zehn Spielen sieben Siege und drei Niederlagen, sie verloren jedoch vier der letzten sechs Spiele, inklusive dreier Spiele gegen Teams aus ihrer Division. In der nächsten Saison gewannen die Patriots ohne ihren Star-Runningback Sam Cunningham sechs der ersten sieben Spiele und beendeten die Saison mit zehn Siegen und sechs Niederlagen.

Auch im nächsten Jahr konnten die Patriots sich nicht verbessern, sie erzielten lediglich zwei Siege bei 14 Niederlagen. Sie verloren unter anderem zweimal gegen die Baltimore Colts, die in dieser Saison nur gegen die Patriots gewannen und so die gleiche Bilanz erreichten. Außerdem kam es 1981 bei einem Monday-Night-Footballspiel zu schweren Ausschreitungen, was zu zahlreichen Festnahmen führte. Aufgrund dieses Vorfalls verboten die NFL und die Stadt Foxborough den Patriots bis auf weiteres die Austragung von Monday-Night-Spielen.

Nach dieser Saison wurde Erhardt entlassen und der ehemalige Cheftrainer der Southern Methodist University, Ron Meyer, übernahm die Mannschaft. Weil die Patriots die vorherige Saison als Letztplatzierter beendet hatten, konnten sie beim Draft 1982 als erstes Team einen Spieler auswählen. Sie wählten den Defensive End Kenneth Sims, der in seinen sieben Spielzeiten bei den Patriots jedoch enttäuschend spielte. Der Höhepunkt der aufgrund eines Streikes verkürzten Saison war das Snowplow-Spiel, ein 3:0-Sieg für die Patriots gegen die Miami Dolphins. Bemerkenswert an diesem Spiel war, dass vor einem Field-Goal-Versuch der Patriots im letzten Viertel der auf dem Spielfeld vorhandene Schnee mit einem Traktor geräumt wurde. John Smith erzielte anschließend mit einem 33-Yard-Kick die drei einzigen Punkte des Spiels. Das erste Spiel der Play-offs gegen die Dolphins verloren die Patriots mit deutlichem Rückstand.

1982 lief der Vertrag mit der Schaefer Brewing Company aus, womit die Brauerei die Namensrechte verlor. Das Stadion wurde deshalb in Sullivan Stadium umbenannt.

Beim Draft der folgenden Saison wählten die Patriots Tony Eason als vierten Quarterback. 1983 spielte Eason nur wenig, jedoch wurde er 1984 zum ersten Quarterback des Teams. In seiner ersten Saison verpassten die Patriots die Play-offs mit acht Siegen und genauso vielen Niederlagen. Erneut konnten die Patriots als erstes einen Spieler beim Draft auswählen. Sie verpflichteten den Wide Receiver Irving Fryar von der University of Nebraska. Mit Eason als Quarterback starteten sie mit fünf Siegen bei zwei Niederlagen erfolgreich in die Saison. Nach Niederlagen in den folgenden Spielen wurde jedoch der Cheftrainer Ron Meyer entlassen. An seine Stelle trat der ehemalige Wide Receiver Raymond Berry, der früher bei den Colts gespielt hatte. Unter Berrys Leitung gewann die Mannschaft zwar zunächst drei von vier Spielen, verlor jedoch drei weitere Spiele und verpasste die Play-offs mit einer Bilanz von neun Siegen und sieben Niederlagen.

Der erste Super Bowl 1985

Nach einem vergleichsweise schlechten Start in die Saison 1985 wechselte der neue Cheftrainer Eason gegen Grogan aus, jedoch kam Eason aufgrund einer schweren Verletzung Grogans im weiteren Verlauf der Saison wieder in die Startaufstellung. Die Patriots erreichten am Ende eine Bilanz von elf Siegen bei fünf Niederlagen, was ihnen einen Wild-Card-Platz sicherte. In den Play-offs gewannen sie nach 22 Jahren zum ersten Mal ein Spiel. Sie besiegten in der Wild-Card-Runde zunächst die New York Jets und in der darauffolgenden die Los Angeles Raiders. Im AFC Championship Game gewannen sie schließlich gegen die Miami Dolphins mit 31:14 Punkten und qualifizierten sich damit für den Super Bowl XX gegen die Chicago Bears.

Im Super-Bowl-Spiel verloren die Patriots frühzeitig ihren Tight End Lin Dawson, der mit einem Beinbruch das Spiel verlassen musste. Sie konnten im ersten Viertel nach einem Fumble von Walter Payton zunächst mit 3:0 in Führung gehen, nachdem die Bears in den vorherigen Play-off-Spielen keine Punkte für die gegnerischen Mannschaften zugelassen hatten. Im weiteren Verlauf des Spiels erreichten die Bears jedoch 46 Punkte, sodass das Spiel nach einem Touchdown der Patriots im letzten Viertel mit 46:10 für die Bears endete – der höchste Sieg in der Geschichte des Super Bowls. Nach der Saison verließ John Hannah, der als bester Guard aller Zeiten galt, das Team und ging in den Ruhestand.

Die letzten Jahre unter Sullivan 1986-1989

Die Stärke der Patriots zum Beginn der 1980er-Jahre war das Passspiel mit Eason und dem Wide Receiver Stanley Morgan, der fast 1.500 Yards erreichte. Obwohl die Patriots statistisch gesehen die schlechtesten Runningbacks hatten, beendeten sie die Saison mit elf Siegen und nur fünf Niederlagen, wodurch sie sich für die Play-offs qualifizierten. Das Spiel gegen die Denver Broncos blieb bis zum letzten Viertel punktelos, bevor John Elway, Quarterback der Broncos, einen Touchdown warf und damit das Spiel entschied. In den nächsten acht Jahren erreichten die Patriots kein einziges Mal die Play-offs.

Der ebenso wie das Team aus Massachusetts stammende Quarterback Doug Flutie, der im Jahr 1984 die Heisman Trophy gewonnen hatte, wurde während eines Spielerstreiks von den Patriots angestellt. Er durchbrach die Streikposten, um sein erstes Spiel für New England zu spielen. Auch viele Verteidiger der New England Patriots konnten die Streikposten durchbrechen und so trotz des Streiks spielen. Trotzdem war die Saison aufgrund von vielen Verletzungen nur wenig erfolgreich. 1988 spielte Flutie noch fünf Spiele, bevor er wieder durch Eason ersetzt wurde. Die Mannschaft konnte allerdings mit einer Bilanz von neun Siegen und sieben Niederlagen erneut nicht in die Play-offs einziehen.

Fehlinvestitionen seitens Sullivans und die mäßigen Leistungen der Mannschaft führten für die Sullivan-Familie zu Millionenverlusten. Aus diesem Grund verkauften sie das Team nach der Saison für 84 Millionen US-Dollar an Victor Kiam, den früheren Präsidenten und Vorstandsvorsitzenden der Firma Remington. Obwohl die Patriots 1988 eine vergleichsweise gute Saison spielten, erreichten sie erneut nicht die Play-offs. In der folgenden Saison erreichte die Mannschaft lediglich fünf Siege, nachdem sich ihre drei wichtigsten Abwehrspieler, Andre Tippett, Garin Veris und Ronnie Lippett, bereits vor Saisonbeginn schwer verletzt hatten.

Ständige Besitzerwechsel 1990-1992

In den nächsten Jahren prägten mehrere Besitzerwechsel die Geschichte der Mannschaft. Nach dem Verkauf von Sullivan an Kiam veräußerte dieser das Team 1992 an James Orthwein, der das Logo und die Farben der Trikots und der Hosen ändern ließ. Bereits 1994 erwarb Robert K. Kraft, der Gründer und Geschäftsführer der Kraft Group, die Mannschaft.

Unter Rust beendeten die Patriots die Saison 1990 mit 15 Niederlagen bei nur einem Sieg, das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Teams. Während der Saison waren die Spieler der Patriots in einen Skandal verwickelt: Im Umkleideraum belästigten einige Spieler die Reporterin Lisa Olson verbal und sexuell, am Ende nannte Kiam sie „classic bitch“ (klassische Schlampe). Ein Beauftragter der NFL belegte das Team mit 50.000 US-Dollar und diverse Spieler mit insgesamt 22.500 US-Dollar Bußgeld. Dieses Ereignis und das Ergebnis der Saison werden als hauptsächliche Gründe für die Entlassung Rusts genannt. Der in den Neuenglandstaaten geborene Dick MacPherson wurde Cheftrainer und zusätzlich wurde Sam Jankovich Vorsitzender, der vorher an der University of Miami als Trainer tätig war.

1991 zeigten die Patriots einige Leistungsverbesserungen; Hugh Millen begann als Quarterback und das Team reagierte positiv auf die Euphorie, die der neue Cheftrainer mit in die Mannschaft gebracht hatte. Sie konnten die Saison mit sechs Siegen und zehn Niederlagen beenden, was im Gegensatz zur letzten Saison eine deutliche Steigerung darstellte. Dadurch erhöhte sich sowohl die Medienpräsenz als auch die Zahl der Fans. Obwohl die Patriots die Saison 1992 gut vorbereitet begonnen hatten, erzielten sie nur zwei Siege. MacPherson und Jankovich verließen daraufhin das Team. James Orthwein plante nach dem Kauf der Mannschaft deren Transfer in seine Heimatstadt St. Louis und ließ das Design der Trikots ändern.

Die Patriots unter Parcells 1993-1996

1993 änderten die Patriots ihren taktischen und organisatorischen Aufbau. Die größte Änderung war die Verpflichtung des zweimaligen Super-Bowl-Gewinners Bill Parcells als Cheftrainer. Als einer der meistrespektierten Trainer galt er zwar als Autoritätsperson, dennoch wurde ihm verhältnismäßig wenig Verantwortung zugebilligt.

Die Patriots konnten beim Draft 1993 zum wiederholten Male als erstes Team einen Spieler auswählen. Dies nutzten sie aus, um den Quarterback Drew Bledsoe von der Washington State University zu draften. Mit einem weiteren Tight End und zwei Linebackern, die in frühen Runden verpflichtet wurden, erhielten die Patriots noch mehr Unterstützung. Bledsoe spielte die ersten vier Spiele als Starter, verlor jedoch alle und verletzte sich im vierten Spiel stark. Er wurde deswegen durch Scott Secules ersetzt, den ehemaligen zweiten Quarterback der Miami Dolphins.

Nach zwölf Spielen hatten die Patriots bereits elf Niederlagen zu verbuchen, jedoch unterlagen sie bei acht der elf Niederlagen mit höchstens sieben Punkten Unterschied. Gegen Ende der Saison liefen die Patriots zu Hochform auf und gewannen die letzten vier Spiele gegen Cincinnati, Cleveland, Indianapolis und gegen Miami in der Nachspielzeit.

Das Interesse an den Patriots stieg und ihre Popularität nahm stark zu. Der Höhepunkt wurde nach der Saison 1993 erreicht; James Orthwein wollte das Team nach St. Louis verlegen und bot Robert Kraft, der 1988 das Foxboro Stadium für 25 Millionen US-Dollar aufkaufte, 75 Millionen $ dafür, dass er den verbindlichen Pachtvertrag vorzeitig auslaufen ließ und so den Patriots die Möglichkeit bot, den Standort zu wechseln. Dieser lehnte ab, worauf Orthwein die Patriots zum Verkauf anbot. Robert Kraft kaufte das Team für 172 Millionen $ und setzte sich damit gegen die Investmentgruppe, in der unter anderem Walter Payton und Paul Newman waren, durch. Am 26. Februar 1994, dem ersten Tag, an dem die Patriots Kraft gehörten, wurden 5.958 Eintrittskarten verkauft, mehr als sechsmal so viele wie am bisher erfolgreichsten Tag. Darüber hinaus sind, seitdem Kraft das Team erworben hat, alle Spiele ausverkauft; dies gilt auch für die Preseasonspiele.

Die Saison 1994 fing für die Patriots nicht gut an und sie konnten nur drei von neun Spielen gewinnen. In der elften Woche gelang es ihnen, aufgrund von Bledsoes Entscheidungen und dem Wechsel zur No-Huddle-Offense das Spiel im letzten Viertel für sich zu entscheiden. Bledsoe erzielte in diesem Spiel Rekorde für Passversuche und gefangene Pässe. Dieser Lichtblick motivierte die Patriots so, dass sie auch die letzten sieben Spiele gewannen und in die Play-offs einzogen. Das erste Postseasonspiel seit acht Jahren verloren die Patriots jedoch mit 20:13 gegen die Cleveland Browns.

Beim Draft 1995 wählte das Team in der dritten Runde Curtis Martin, der sich laut vielen Sportreporten als bester Runningback des Jahrzehnts bewies. Das erste Spiel der Saison gegen die Browns, die Bill Belichick, den späteren Head Coach der Patriots, als Trainer unter Vertrag hatten, gewannen die Patriots. Die Saison schlossen sie wegen Verletzungen von Bledsoe jedoch mit nur sechs Siegen ab. In diesem Jahr waren die Patriots das erste Mal seit 1981 wieder Ausrichter eines Monday-Night-Footballspiels. Die Patriots gewannen das Spiel mit 27:14 gegen die Buffalo Bills und Kraft dankte den Fans kurz darauf auf einer ganzen Seite im Boston Globe für ihr vorbildliches Verhalten.

Obwohl Parcells dagegen war, drafteten die Patriots 1996 den Wide Receiver Terry Glenn in der ersten Runde. In der Saison erwies er sich jedoch als sehr guter Passempfänger. In der Defense entwickelte sich der Rookie Lawyer Milloy zu einem guten Safety und ergänzte sich gut mit den Cornerbacks Ty Law und Willie Clay, der vorher bei den Detroit Lions spielte, was den Patriots zu einem guten Backfield verhalf. Zusätzlich bekam die Defense mit dem noch bis 2009 im Team aktiven Linebacker Tedy Bruschi und Ted Johnson wertvolle Unterstützung. Trotz dieser guten neuen Spieler begann die Saison für das Team wieder vergleichsweise schlecht. Drei der ersten sechs Spiele gewannen und drei verloren sie, die nächsten vier Spiele konnten sie jedoch alle gewinnen. Auch die nächsten zehn Spiele konnten die Patriots mit zwei Ausnahmen alle gewinnen, einmal verloren sie gegen die Dallas Cowboys, die im vorherigen Jahr den Super Bowl gewonnen hatten, und einmal gegen die Denver Broncos, die die Saison mit der besten Bilanz beendeten. So konnten die Patriots am Ende elf Siege und fünf Niederlagen vorweisen, was ihnen Zugang zu den Play-offs gewährte. Sie gewannen das erste Spiel gegen die Pittsburgh Steelers mit 25 Punkten Vorsprung und anschließend auch das AFC Championship Game gegen die Jacksonville Jaguars. Somit konnten die Patriots das zweite Mal in der Geschichte des Teams am Super Bowl teilnehmen.

In den Jahren nach dem Verkauf des Teams an Kraft gab es Streitigkeiten zwischen dem Besitzer und Parcells, hauptsächlich weil Kraft Parcells’ Recht, zu entscheiden, welche Spieler unter Vertrag gestellt wurden, dem General Manager übertragen wollte. Parcells drohte damit, zu den Rivalen der Patriots, den New York Jets, zu wechseln. Trotz dieser Auseinandersetzungen verlief der Super Bowl XXXI gegen die Green Bay Packers gut für die Patriots, zeitweise lagen sie in Führung. Gegen Ende warf Brett Favre jedoch zwei Touchdowns und die Packers liefen einen Touchdown nach einem Kickoff. Das Spiel endete mit 35:21 für die Packers.

Missglückter Neuaufbau 1997-1999

Nach der Saison nahm Parcells den Posten als Cheftrainer bei den Jets an. Pete Carroll wurde als sein Nachfolger eingestellt. Durch diese Übergabe durften die Patriots in den nächsten Jahren mehr Spieler beim Draft auswählen. 1997 konnten sie die Saison mit einer Bilanz von zehn Siegen und sechs Niederlagen Sieger in ihrer Division beenden. Die Wild-Card-Runde der Play-offs gegen die Miami Dolphins bestanden die Patriots problemlos. In diesem Spiel verletzten sich jedoch einige Spieler, weshalb die Patriots die nächste Runde mit 7:6 gegen die Pittsburgh Steelers verloren. Bis zum letzten Viertel lagen die Patriots vorne, ein Fumble, der von dem später bei den Patriots spielenden Mike Vrabel aufgehoben und in einen Touchdown verwandelt wurde, brachte den Steelers jedoch den Sieg.

Parcells überredete einige Spieler der Patriots, zur Saison 1998 zu den New York Jets zu kommen. Dadurch verloren die Patriots unter anderem ihren Runningback Curtis Martin. Als Entschädigung bekamen sie den Neuling Robert Edwards. Die Saison fing schlecht an, von den ersten elf Spielen konnte das Team nur fünf gewinnen. Im weiteren Saisonverlauf konnten die Patriots zwei Siege durch entscheidende Punkte im letzten Viertel erzielen, einmal gegen die Miami Dolphins und einmal gegen die Buffalo Bills. Drew Bledsoe und Terry Glenn konnten aufgrund von Verletzungen in dieser Saison an keinem weiteren Spiel teilnehmen. Am Saisonende hatten die Patriots neun Siege und sieben Niederlagen vorzuweisen, womit sie in die Play-offs einziehen konnten. Mit ihrem Reserve-Quarterback Scott Zolak konnten die Patriots das erste Spiel der Play-offs gegen die Jacksonville Jaguars aber nicht gewinnen und schieden aus.

1998 erlitt Edwards bei einem Flag-Football-Spiel auf Hawaii während des Pro-Bowl-Wochenendes eine Verletzung, die das Ende seiner Karriere bei den Patriots bedeutete. Die nächsten drei Jahre spielte er gar nicht und 2002 noch einmal als Reserve bei den Miami Dolphins.

Ohne wirkliches Laufspiel aufgrund von fehlenden Runningbacks verlief die Saison 1999 schlecht für das Team. Nach acht Spielen konnten sie zwar sechs Siege vorweisen, sie beendeten die Saison jedoch mit acht Siegen und acht Niederlagen. Der Trainer Pete Carroll wurde daraufhin entlassen.

Beginn des Aufstiegs 2000-2001

Nachdem Carroll entlassen worden war, stellten die Patriots Bill Belichick ein. Belichick veränderte das Team von Grund auf und organisierte das komplette Management und Training neu. Zusätzlich brachte er den Patriots die Vorgehensweise nahe, den Spielern weniger zu bezahlen und auf generell günstigere Free Agents zu setzen. Trotz vieler positiver Veränderungen konnten die Patriots 2000 nur fünf Siege bei elf Niederlagen vorweisen. In diesem Jahr drafteten die Patriots in der vorletzten Runde ihren aktuellen Starting-Quarterback Tom Brady.

Die Saison 2001 fing wie das vorherige Jahr schlecht an, noch vor der Saison starb der damalige Trainer der Quarterbacks an einem Kreislaufstillstand. Drew Bledsoe hatte sich im zweiten Spiel des Jahres, gegen die New York Jets, verletzt, Terry Glenn verlängerte seinen Vertrag mit dem Team nicht, Chris Slade ging zu den Carolina Panthers und auch Ben Coates verließ die Mannschaft. Die Patriots konnten diese schwerwiegenden Verluste jedoch gut und vor allem günstig mit den Wide Receivern Troy Brown und David Patten, dem in der ersten Runde ausgewähltem Defensive Lineman Richard Seymour und dem vorherigen Runningback der Bills kompensieren.

Während Bledsoes Abwesenheit ersetzte ihn Tom Brady, der drei seiner ersten vier Spiele gewann und einen NFL-Rekord aufstellte, indem er bis zu seinem 163. Pass keine Interception warf. Eine große Überraschung war, dass Brady weiterhin als erster Quarterback spielte, auch als sich Bledsoe wieder erholt hatte. Für solche Entscheidungen war Belichick schon vorher bekannt; so hatte er 1993 bei den Browns den Starting-Quarterback Bernie Kosar entlassen und durch Vinny Testaverde ersetzt, der sich in der Saison als erfolgreich erwies.

Bledsoe war mit seinem neuen Posten als Reservequarterback unzufrieden und hoffte, seine alte Aufgabe zurückzubekommen. Er blieb aber zweiter Werfer hinter Brady. Geführt von Brady, der schnell zu einem Liebling der Fans wurde, spielten die Patriots sehr gut und schafften den Einzug in die Play-offs mit einer Bilanz von elf Siegen und fünf Niederlagen. Im letzten Spiel, das je im Foxboro Stadium gespielt wurde, gewannen die Patriots im sogenannten „Snow Bowl“ gegen die Oakland Raiders. Danach trafen sie im AFC Championship Game auf die Pittsburgh Steelers, die im Vorfeld stark favorisiert wurden.

Nachdem sich Brady im ersten Viertel am Knöchel verletzt hatte, musste Bledsoe ein letztes Mal spielen. Kurz nach seiner Einwechslung warf er den einzigen Touchdown des Angriffs in diesem Spiel. Dank der Verteidigung und des Special Teams, die die restlichen 17 Punkte machten, konnten die Patriots das Spiel mit 24:17 gewinnen. So konnte das Team zum dritten Mal an einem Super Bowl teilnehmen.

Beim Super Bowl XXXVI galten die Patriots wie beim vorherigen Spiel als stark benachteiligt. Normalerweise werden beim Einlauf alle Spieler einzeln genannt, wie es auch die St. Louis Rams taten, dagegen wollte das Team nur mit „The New England Patriots“ angekündigt werden; dies sollte symbolisieren, dass die Patriots ein Team sind und nicht nur eine Ansammlung von Einzelspielern. Diese neue Art der Ankündigung wurde von der NFL aufgenommen und von da an wurde jedes Team in dieser Form vorgestellt.

Im Gegensatz zum Spiel der regulären Saison, das die Patriots gegen die Rams verloren hatten, setzte Belichick weniger auf das Blitzen in der Verteidigung als auf das direkte Decken der Empfänger und des Runningbacks Marshall Faulk. Deshalb konnten die Rams nicht ihre geplanten genauen Passrouten laufen, was ihren Quarterback Kurt Warner verunsicherte, weshalb er mehrmals hinter der Line of Scrimmage getackelt wurde. Die Patriots verursachten drei Ballverluste der Rams, die alle zu Punkten führten.

Die für die Rams ungewohnte Verteidigung der Patriots ließ sie bis auf ein Field Goal bis zum letzten Viertel punktelos, in diesem konnten sie jedoch noch zwei Touchdowns erzielen. Adam Vinatieri erzielte bei nur noch sieben Sekunden Spielzeit ein Field Goal, was den Patriots mit 20:17 Punkten ihren ersten Sieg in einem Super Bowl einbrachte. Zum Super Bowl MVP wurde Tom Brady gewählt, der nach der Saison einen Langzeitvertrag mit den Patriots abschloss.

Die Siegesparade des Teams in Boston wurde von 1,5 Millionen Fans besucht und das ganze Team wurde zum ersten Spiel der Baseballmannschaft Boston Red Sox in den Fenway Park eingeladen. Bledsoe wurde für einen Spieler in der ersten Runde beim Draft 2003 an die Bills übergeben.

Die fast unbesiegbaren Patriots 2002-2004

Die Saison 2002 begann gut für die Patriots und sie gewannen ihre ersten drei Spiele. Aufgrund von einigen Verletzungen bei Spielern der Offensive Line und Defensive Line verlief die weitere Spielzeit jedoch schlecht und die Patriots konnten mit einer Bilanz von neun Siegen und sieben Niederlagen nicht in die Play-offs einziehen.

In der Saisonpause 2003 verpflichtete das Team mehrere hochkarätige, günstige Spieler in der Free-Agency-Zeit, unter anderem den Linebacker Rosevelt Colvin und den Safety Rodney Harrison. Lawyer Milloy verlängerte seinen Vertrag zur Verwunderung vieler Fans und Sportreporter bei den Patriots nicht und ging stattdessen zu den Bills. Das erste Spiel gegen die neuen Arbeitgeber Milloys und ein weiteres Spiel waren die einzigen Niederlagen in der Saison. New England konnte mit dem höchsten Rekord der NFL, 14 Siege bei zwei Niederlagen, in die Play-offs einziehen und hatte ein Freilos in der ersten Woche und konnte alle Play-off-Spiele im Gillette Stadium spielen. In den Divisional Play-offs spielte New England gegen die Tennessee Titans bei einer Temperatur von −16 °C, die zweitniedrigste Temperatur bei der je ein NFL-Spiel ausgetragen wurde. Trotz dieser Temperatur konnten insgesamt 31 Punkte erzielt werden, 17 für die Patriots und 14 für die Titans. Beim AFC Championship Game trafen die Patriots auf die Colts. Die Verteidigung New Englands machte viel Druck auf den Quarterback der Colts, Peyton Manning. Er warf vier Interceptions, drei davon fing Ty Law. Obwohl die Patriots nur einen offensiven Touchdown erzielen konnten, gewannen sie mit 24:14 und zogen zum vierten Mal in den Super Bowl ein.

Die Patriots waren das erste Team, das trotz einer Niederlage im ersten Saisonspiel der Saison in den Super Bowl vordringen konnte. Der Super Bowl XXXVIII war eines der knappsten Endspiele, die je gespielt wurden. Die beiden Verteidigungen waren so stark, dass sie bis zum Ende des zweiten Viertels keine Punkte zuließen. Zum Ende der ersten Halbzeit stand es 14:10 für New England, die in diesem Spiel favorisiert wurden. Das dritte Viertel war wieder punktelos, erst im letzten Viertel gab es wieder Punkte, einen Touchdown, gelaufen von Antowain Smith. Die Panthers konnten mit zwei Touchdowns aufholen, sie schafften jedoch die versuchten Two-Point Conversions nicht und hatten nur einen Punkt Vorsprung. Mit nur noch zwei Minuten und 51 Sekunden zu spielen, fing der eigentliche Verteidigungsspieler Mike Vrabel einen Touchdownpass. Mit Kevin Faulks Lauf, der zwei Punkte brachte, stand es 29:22 für New England. Diesen Vorsprung konnten die Panthers aber mit ihrem Wide Receiver Ricky Proehl, der schon zwei Jahre zuvor für die Rams gegen die Patriots im Super Bowl gespielt hatte, wieder aufholen. So stand es mit einer restlichen Spielzeit von einer Minute und acht Sekunden 29:29. Wie beim letzten Super Bowl warf Brady noch einige Pässe und brachte sein Team in die Position, ein Field Goal zu schießen. Adam Vinatieri traf aus 41 Yard Entfernung und die Patriots gewannen zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ein Endspiel der National Football League. Wieder wurde Brady zum Most Valuable Player gewählt.

Die Patriots wollten nicht, dass ihnen so etwas wie 2002 noch einmal passierte, und stellten wieder einige gute Spieler ein, zum Beispiel Corey Dillon als Runningback. Diese Investitionen machten sich bezahlt und die Patriots beendeten die Saison wieder mit einer Bilanz von 14 Siegen und nur zwei Niederlagen. Am 10. Oktober stellten sie mit 19 Siegen den Rekord für die meisten gewonnen Spiele in der regulären Saison und den Play-offs hintereinander auf. Erst am 31. Oktober wurde New England wieder besiegt und konnte somit insgesamt 21 Spiele in Folge gewinnen. Die Patriots konnten wieder als Erstplatzierte ihrer Division in die Play-offs vordringen und gewannen das erste Spiel gegen die Colts mit 20:3. Das AFC Championship Game gegen die Steelers verlief genau so gut für die Patriots, sie gewannen mit 26 Punkten Vorsprung. Der Super Bowl XXXIX verlief nicht so knapp wie die vorherigen beiden des Teams, das erste Viertel blieb punktelos, in den folgenden zwei Vierteln machte jedes Team je einen Touchdown. Im vierten und letzten Viertel lief Dillon einen Touchdown und Vinatieri machte von der 22-Yard-Linie aus ein Field Goal. Die Eagles warfen dann noch einen bedeutungslosen Touchdown, was den Endstand von 24:21 für die Patriots hervorrief. Die Patriots waren das zweite Team, das drei Super Bowls in vier Jahren gewann und die erste Mannschaft seit sechs Jahren, die ihren Titel als Super-Bowl-Champion verteidigen konnte.

Weiterführung der Brady-Belichick-Dynastie 2005-2006

Vor der Saison 2005 verloren die Patriots zwei wichtige Trainer, den Angriffskoordinator Charlie Weis an die University of Notre Dame und den Koordinator der Verteidigung Romeo Crenell an die Cleveland Browns. Außerdem verloren die Patriots ihren wichtigen Cornerback Ty Law an die New York Jets. Um ihn zu ersetzen, drafteten die Patriots unter anderem in der dritten Runde Ellis Hobbs, der sich zu einem guten und wichtigen Defensive Back entwickelte. Ein weiteres Defizit für das Team war die Verletzung Tedy Bruschis fünf Wochen nach dem Pro Bowl. Seine Ärzte erlaubten ihm nicht, zu Saisonbeginn mit der Mannschaft zu trainieren. Bis zum 17. Oktober 2005 war nicht gewiss, ob der Linebacker in der Spielzeit überhaupt noch spielen würde. Sein erstes Spiel nach der langen Pause war ein Sieg gegen die Buffalo Bills. In der nächsten Woche konnten die Patriots nicht noch einmal gewinnen und verloren erstmals seit 2000 ein Heimspiel gegen die Colts.

Durch das Gewinnen von vier der letzten fünf Spiele konnten sie doch noch in die Play-offs einziehen. Die erste Runde der Postseason konnten die Patriots mit 28:3 gegen die Jacksonville Jaguars für sich entscheiden. Bei diesem Spiel wurden einige Rekorde aufgestellt, beispielsweise den für die meisten gewonnenen Play-off-Spiele hintereinander, zehn an der Zahl. Der Linebacker Willie McGinest brach mit 4,5 Sacks in einem Spiel den bisherigen Rekord, zusätzlich stellte er mit insgesamt 16 Sacks in seiner Play-off-Karriere einen weiteren Rekord auf.

Die zweite Runde der Play-offs verloren die Patriots am 14. Januar 2006 im Invesco Field at Mile High mit 27:13, was das Ende der Saison für das Team bedeutete. So hatten die Patriots mit Brady eine Postseasonbilanz von zehn Siegen bei einer Niederlage, gewannen jedoch bis heute alle Heimspiele.

Adam Vinitieri stellte 2005 einen neuen Rekord für die meisten Punkte in der Karriere eines Patriots-Spielers auf, er konnte Gino Cappallettis Rekord von 1.130 Punkten brechen, verließ das Team 2006 jedoch und ging zu den Rivalen der Patriots, den Colts.

2006 ging der erst ein Jahr bei den Patriots trainierende Eric Mangini als Cheftrainer zu den Jets. Eine weitere schlechte Neuigkeit war, dass der Wide Reveiver, der schon einmal Super Bowl MVP des Teams war, Deion Branch, Verhandlungen mit den Seattle Seahawks führte, ihn für einen Spieler im Draft des folgenden Jahres zu verkaufen. Außerdem verloren die Patriots ihren Wide Receiver David Givens an die Tennessee Titans. Um diese beiden Verluste auszugleichen, verpflichtete die Mannschaft Reche Caldwell von den San Diego Chargers, der in dieser Saison ein wichtiger Receiver wurde. Zusätzlich schlossen die Patriots einen weiteren Vertrag mit dem damals schon 34 Jahre alten und seit zwölf Jahren beim Team spielenden Troy Brown ab und ließen ihn genau wie Stephen Neal und Heath Evans nicht auf den freien Markt. Weiterhin drafteten die Patriots in der zweiten Runde Chad Jackson von der University of Florida um ihr Passspiel zu verstärken. Als Ersatz für den schon vergleichsweise alten Runningback Corey Dillon verpflichtete das Team in der ersten Runde des Drafts Laurence Maroney.

Die Saison fing für die Patriots sehr gut an, von den ersten sieben Spielen konnten sie sechs gewinnen, dann folgten jedoch zwei knappe Niederlagen gegen ihre zwei Hauptkontrahenten, die Jets und die Colts, auf die das Team in den Play-offs noch einmal stieß. Danach folgte nur noch eine Niederlage gegen die Dolphins. Somit war New England mit einer Bilanz von 12 Siegen bei vier Niederlagen Erster in ihrer Division, der AFC East. Die erste Runde der Play-offs verlief positiv für die Mannschaft und sie konnten sich einen Sieg mit 37:17 gegen die Jets erspielen. In der zweiten Runde war es knapper und die Patriots lagen im letzten Viertel hinten und machten bei einer restlichen Spielzeit von vier Minuten einen Touchdown mit einer Two Point Conversion, was den Spielstand von 21:21 hervorrief. Mit einem Field Goal von Stephen Gostkowski zwei Minuten vor Spielende konnten die Patriots das Spiel letztendlich doch noch für sich entscheiden. Beim Finale ihrer Conference spielte das Team gegen die Colts, von denen sie in der regulären Saison besiegt worden waren. Bei diesem Spiel lagen die Patriots bis zum letzten Viertel die ganze Zeit vorne beziehungsweise insgesamt zweimal gleichauf mit ihren Rivalen. Bei nur noch einer Minute Spielzeit lief Joseph Addai einen Touchdown und die Colts gewannen mit 38:34 und gewannen auch den darauffolgenden Super Bowl. Mit 17 gemachten Punkten im letzten Viertel konnten die Colts das viertgrößte Comeback in der Geschichte der NFL erlangen. Dieses Spiel war sehr umstritten, denn auf der Pressekonferenz einige Tage nach dem Spiel sagte der Schiedsrichter selbst, dass er falsch gepfiffen hätte. Er hatte einmal in der zweiten Halbzeit wegen Pass Interference in der Endzone gepfiffen – hätte er dies nicht getan, dann wären die Patriots möglicherweise Sieger des Spiels gewesen.

Zum Pro Bowl wurden Matt Light, Richard Seymour und Tom Brady eingeladen, Brady zog jedoch ein Golfturnier vor, Matt Light wurde vier Tage vor dem Spiel auf die Reserveliste gesetzt und Seymour konnte wegen einer Verletzung nicht teilnehmen.

Die unbesiegbaren Patriots 2007

Vor der Saison 2007 verloren die Patriots einige wichtige Spieler an andere Teams, unter anderem Linebacker Tully Banta-Cain an die San Francisco 49ers und Tight End Daniel Graham. Zusätzlich ging der Runningback Corey Dillon in Rente. Um diese Defizite auszugleichen, verpflichtete die Mannschaft unter anderem den Runningback Sammy Morris, den Tight End Kyle Brady und die beiden Wide Receiver Donté Stallworth und Kelley Washington. Die Verteidigung der Patriots bekam Unterstützung von einem Linebacker und zwei jungen Cornerbacks.

Die Free Agents Heath Evans, Junior Seau, Randall Gay, Troy Brown und einige weitere unterschrieben alle einen weiteren Vertrag bei den Patriots. Außerdem legten die Patriots ihren Franchise Tag auf den Cornerback Asante Samuel, um ihn nicht an ein anderes Team zu verlieren. Weiterhin kam Wes Welker für einen Draft Pick in der zweiten und einen in der siebten Runde von den Miami Dolphins und die Patriots nahmen Randy Moss von den Oakland Raiders für lediglich einen Spieler in der vierten Runde unter Vertrag. Moss stellte sich in der Saison als sehr gute und vor allem günstige Investition dar.

Während aller Spiele 2007 trugen die Patriots zum Andenken an den verstorbenen ehemaligen Spieler Marquise Hill eine schwarze 91 hinten auf ihrem Helm. Die Saison verlief sehr gut für New England. Sie konnten alle 16 Spiele der Saison gewinnen, sie sind somit das erste und einzige Team seit der Verlängerung einer Spielzeit von 14 auf 16 Spiele, das alle seine Begegnungen gewinnen konnte. Sie versicherten sich schon nach der elften Woche, alle Spiele der Play-offs zu Hause spielen zu können. Die Patriots beziehungsweise die Spieler der Patriots konnten in diesem Jahr einige Rekorde aufstellen, beispielsweise den für die meisten geworfenen Touchdowns, den Brady mit insgesamt 50 erfolgreichen Pässen erreichen konnte und somit den Rekord Peyton Manning, der 2004 49 mal einen Touchdown warf, brach, sowie den für die meisten gefangenen Touchdowns, den Randy Moss mit 23 in die Endzone gebrachten Bälle hält und somit den Rekord Jerry Rice’ übertrumpfen konnte.

In der ersten Woche waren die Patriots wegen des Spygate-Skandals aufgefallen. Sie hatten illegal die Ansagen des Trainers ihrer Gegner, der Jets, gefilmt und wurden deswegen zu einer Strafe in Höhe von 250.000 US-Dollar und dem Verlust eines Erstrunden Draft Picks beim kommenden Draft verurteilt. Zusätzlich musste Belichick 500.000 Dollar an die NFL zahlen.

Die ersten beiden Spiele der Play-offs konnten die Patriots genau wie die Regular Season ohne Probleme meistern und drangen somit zum Super Bowl XLII vor, wo sie auf die New York Giants trafen. In diesem Spiel war die Offensive Line der Patriots nicht so gut wie in den vorherigen Spielen und schon das letzte Spiel der Regular Season, das ebenfalls gegen die Giants war, verlief recht knapp. In der ersten Halbzeit gab es nur ein Field Goal seitens der Giants und einen Touchdown seitens der Patriots, das dritte Viertel blieb komplett punktelos. Im vierten und letzten Viertel konnten die Giants zuerst einen Touchdown erzielen und lagen somit mit 10:7 vorne, die Patriots zogen nach und es waren nur noch rund zwei Minuten zu spielen. Bei nur noch 35 Sekunden restlicher Spielzeit erzielten die Giants einen letzten Touchdown und lagen damit in Führung. Die letzten Versuche New Englands durch lange Pässe wieder aufzuholen scheiterten und ihre Konkurrenten wurden Sieger des Super Bowls.

Viele Spieler der Patriots wurden in diesem Jahr ausgezeichnet, allen voran Tom Brady, den die Sports Illustrated zum Sportler des Jahres kürte und der NFL MVP und bester Angriffsspieler des Liga wurde. Belichick wurde Trainer des Jahres.

Viele Verletzungen 2008

Nach der Spielzeit 2007 waren viele wichtige Verteidigungsspieler von den Patriots gegangen, unter anderem die Cornerbacks Asante Samuel und Randall Gay und der Safety Eugene Wilson. Deswegen nahmen sie diverse freie Spieler auf, die von ihren Mannschaften entlassen wurden beziehungsweise Free Agents waren. Das waren beispielsweise Lewis Sanders von den Atlanta Falcons, Jason Webster vom Division-Rivalen, den Buffalo Bills und Tank Williams von den Vikings. Weiterhin entließ die Mannschaft die Linebacker Oscar Lua und Rosevelt Colvin, die zwar wichtige Stützen der Verteidigung waren, sich aber schwer verletzt hatten. Der Wide Receiver Donté Stallworth wollte keinen Vertrag mit einer kurzen Laufzeit abschließen und verließ das Team deswegen. Nachher unterschrieb er einen Vertrag bei den Cleveland Browns. Im Draft wählten sie bis auf den Quarterback Kevin O’Connell nur Verteidiger aus. Darunter war Jerod Mayo, der am Ende der Saison zum Verteidigungs-Rookie des Jahres gewählt wurde. Zusätzlich zu den Spielern aus dem Draft verpflichtete die Mannschaft die Defensive Backs Lewis Sanders, Fernando Bryant, Jason Webster, und Tank Williams. Außerdem kam Sam Aiken, der vorher bei den Buffalo Bills gespielt hatte, zum Team. Er wurde hauptsächlich bei Field-Goal-Versuchen und Punts eingesetzt.

In der Preseason testeten die Patriots ihre Back-Up-Quarterbacks, Matt Cassel, Matt Gutierrez und den frisch gedrafteten Kevin O’Connell. Alle zeigten vergleichsweise schlechte Leistungen. Keiner der Spieler konnte ein Quarterback Rating von über 90 erreichen, O’Connell hatte gerade mal ein Rating von 43,8. Im ersten Spiel der regulären Saison verletzte Brady sich am Knie, was das Ende der Saison für ihn bedeutete. Den Rest der Saison spielte Cassel für ihn. Innerhalb der Saison gab es viele weitere Verletzungen, so fielen zeitweise Tedy Bruschi, Ellis Hobbs, Matt Light, Lewis Sanders, Vince Wilfork, Richard Seymour, Billy Yates, Laurence Maroney und viele weitere wichtige Spieler aus. Die Patriots beendeten die Saison mit einer Bilanz von elf Siegen bei fünf Niederlagen, schafften es aber als erstes Team mit so einer Bilanz seit 1985 nicht in die Play-offs, da die Miami Dolphins die gleiche Bilanz aufweisen konnten aber eine bessere Punktebilanz hatten.

Die Rückkehr von Brady 2009

Nachdem sicher war, dass Brady 2009 wieder spielen konnte, tradeten die Patriots Cassel zusammen mit dem Linebacker Mike Vrabel, der zuvor acht Jahre bei den Patriots spielte, zu den Kansas City Chiefs. Dafür erhielten die Patriots einen Draftpick in der zweiten Runde an der zweiten Stelle (34. insgesamt). Mit dem 58. Pick des Drafts verpflichteten sie mit Sebastian Vollmer erstmals einen deutschen Spieler, dessen sportliche Grundlagen in Deutschland gelegt wurden.

Die Patriots gewannen die East Division mit einer Saisonbilanz von 10:6. Sie mussten in den Wild Card Playoffs antreten und schieden dort im ersten Spiel gegen Baltimore mit 14:33 aus. Tom Brady wurde mit dem NFL Comeback Player of the Year Award ausgezeichnet.

Das Jahr 2010

Die Regular Season 2010 verlief für die Patriots sehr erfolgreich. Sie wurden erneut Divisionssieger mit einer Bilanz von 14:2. In den Divisional Play-offs verloren sie jedoch wiederum das erste Play-off-Spiel gegen die New York Jets mit 21:28. Tom Brady wurde jeweils zum zweiten Mal mit dem NFL Most Valuable Player Award und dem NFL Offensive Player of the Year Award ausgezeichnet. Head Coach Belichick holte seinen zweiten NFL Coach of the Year Award.

Ab dem Jahre 2011

In der Saison 2011 gelang den Patriots der Einzug in den Super Bowl (Super Bowl XLVI), dieser ging allerdings knapp gegen die New York Giants verloren. Auch in den folgenden beiden Spielzeiten konnten sie AFC East überlegen gewinnen, jedoch schieden sie in den Play-offs jeweils ohne Titelgewinn aus.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/New_England_Patriots

NEW ENGLAND PATRIOTS

Gründung 1959

Spielen in Foxborough, Massachusetts

Logo

Helm

Liga

American Football League (1960-1969)
Eastern Division

National Football League (1970-heute)
American Football Conference East

Aktuelle Uniform

Teamfarben
nautisches blau, rot, New Century-Silber, weiss

Maskottchen
Pat Patriot, auch Pat the Patriot

Personal

Besitzer/CEO
Robert Kraft

President
Jonathan Kraft

General-Manager
Bill Belichick (de facto)

Head Coach
Bill Belichick

Teamnamen

1960 bis 1970
Boston Patriots

1971 bis heute
New England Patriots

Spitzname
The Pats

Erfolge

NFL-Sieger (5x)
Super Bowl XXXVI / 2001
Super Bowl XXXVIII / 2003
Super Bowl XXXIX / 2004
Super Bowl XLIX / 2014
Super Bowl LI / 2016

 

AFC Conference-Sieger (9x)
logo_afc_champion
1985, 1996, 2001, 2003, 2004, 2007, 2011, 2014, 2016

 

AFC East Division-Sieger (21x)
AFL East: 1963
AFC East: 1976, 1978, 1986, 1994, 1996, 1997, 2001, 2003-2007, 2009-2016

Erfolge

Nickerson Field (1960–1962)
Fenway Park (1963–1968)
Alumni Stadium (1969)
Harvard Stadium (1970)
Foxboro Stadium (1971–2001)
alias Schaefer Stadium (1971–1982)
alias Sullivan Stadium (1983–1989)
Gillette Stadium (2002–heute)

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